Kündigung
Kündigung Fitnessstudio
Mitgliedschaft im Fitnessstudio rechtssicher kündigen. Vorlage gilt für Neu- und Altverträge nach § 309 Nr. 9 BGB – sofort als DOCX & PDF herunterladen.
1 Seite PDF DOCX aktualisiert 06.2026
Stand · Juni 2026 Vorlage
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Die Kündigung eines Fitnessstudio-Vertrags ist mit der richtigen Vorlage unkompliziert. Entscheidend ist, ob Ihr Vertrag vor oder nach dem 01.03.2022 geschlossen wurde, denn seitdem gelten verbraucherfreundlichere Regeln. Diese Seite zeigt Ihnen, worauf es ankommt.
Wann und warum Sie kündigen sollten
Die meisten Mitglieder kündigen, weil sie das Studio nicht mehr nutzen, umziehen oder sich finanziell verändern. Sie haben zwei Wege: die ordentliche Kündigung zum Ende der vereinbarten Laufzeit und die außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund. Welcher Weg passt, hängt von Ihrer Situation und Ihrem Vertrag ab. Prüfen Sie zuerst, wann Ihr Vertrag begonnen hat und wie lange die vereinbarte Laufzeit ist.
Was in das Kündigungsschreiben gehört
Ein vollständiges Schreiben erleichtert dem Studio die Bearbeitung und beugt Streit vor. Geben Sie folgende Angaben an:
- Ihren vollständigen Namen und Ihre Mitgliedsnummer
- Die Adresse des Studios als Empfänger
- Ihren Vertragsbeginn
- Die ausdrückliche Kündigung zum nächstmöglichen Termin
- Die Bitte um eine schriftliche Bestätigung
- Den Widerruf von Lastschriften über das Vertragsende hinaus
Fristen und rechtliche Regeln
Seit dem 01.03.2022 gilt das Gesetz für faire Verbraucherverträge. Nach § 309 Nr. 9 BGB dürfen nach diesem Datum geschlossene Verträge höchstens eine Erstlaufzeit von 24 Monaten haben. Danach können Sie jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündigen. Eine automatische Verlängerung ist nur noch auf unbestimmte Zeit mit einmonatiger Kündbarkeit zulässig. Ältere Verträge, die vor dem 01.03.2022 geschlossen wurden, haben dagegen oft eine 12-Monats-Laufzeit mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten.
Eine außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund ist nach § 314 BGB möglich, etwa bei dauerhafter Krankheit oder Verletzung. Hierfür ist ein ärztliches Attest erforderlich (BGH XII ZR 42/14). Auch eine Schwangerschaft kann ein solcher Grund sein. Ein Umzug ist als Kündigungsgrund umstritten, daher sollten Sie hier vorsichtig formulieren.
Häufige Fehler
- Die Laufzeit und das Vertragsdatum nicht zu prüfen und dadurch die Frist zu verpassen
- Bei einer außerordentlichen Kündigung wegen Krankheit kein ärztliches Attest beizulegen
- Einen Umzug als wichtigen Grund anzugeben, ohne dies vorsichtig zu formulieren
- Zu vergessen, Lastschriften über das Vertragsende hinaus zu widerrufen
- Die Mitgliedsnummer wegzulassen und so die Zuordnung zu erschweren
- Keine schriftliche Bestätigung anzufordern und keinen Versandnachweis aufzubewahren
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Diese Vorlage ist eine Orientierungshilfe und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Bei komplexen Sachverhalten wende dich an einen Anwalt.
Die Anwendung auf deinen Einzelfall ist keine Rechtsberatung im Sinne von § 2 RDG.
Gesetzliche Grundlagen & Quellen
- § 309 Nr. 9 BGB n. F. (max. 24 Monate Erstlaufzeit, danach monatlich kündbar)
- § 314 BGB (außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund)
Häufig gefragt
Wie lange darf mein Fitnessstudio-Vertrag laufen?
Bei Verträgen, die nach dem 01.03.2022 geschlossen wurden, gilt nach § 309 Nr. 9 BGB eine maximale Erstlaufzeit von 24 Monaten. Danach können Sie jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündigen. Ältere Verträge haben oft eine 12-Monats-Laufzeit mit drei Monaten Kündigungsfrist.
Kann ich wegen Krankheit sofort kündigen?
Bei dauerhafter Krankheit oder Verletzung ist eine außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund nach § 314 BGB möglich. Sie benötigen dafür ein ärztliches Attest (BGH XII ZR 42/14).
Kann ich wegen eines Umzugs kündigen?
Ein Umzug ist als Kündigungsgrund umstritten. Sie sollten in diesem Fall vorsichtig formulieren und sich nicht allein darauf verlassen.
Sollte ich die Lastschriften widerrufen?
Ja. Widerrufen Sie im Kündigungsschreiben ausdrücklich Lastschriften, die über das Vertragsende hinausgehen, und bitten Sie um eine schriftliche Bestätigung der Kündigung.